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Prof. Dr. Ludger Kühnhardt

Prof. Dr. Ludger KühnhardtKontakt

Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn
Walter-Flex-Straße 3
53113 Bonn
Tel. : +49 228 73-1810

E-Mail : imaldona@uni-bonn.de

Website des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI)

Sprechstunde

Donnerstagnachmittag (15:00-16:00) im ZEI, Walter-Flex-Straße 3; Anmeldung über eine Liste an der Tür des Dienstraumes 2.034/2.035, telefonisch: 731810 oder per E-Mail: imaldona@uni-bonn.de.

Zur Person

Professor Dr. Ludger Kühnhardt ist seit 1997 Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn und Professor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie.

Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Fragen der europäischen Integration, der Rolle Europas in der Welt und des globalen Vergleichs von regionalen Integrationssystemen sowie Themen der politischen Theorie und Philosophie.

Nach dem Abitur in Ibbenbüren (Westfalen) begann Kühnhardt eine journalistische Laufbahn, die neben einer Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München intensive Studienreisen durch Asien und Afrika einschloss. Er arbeitete für Zeitungen und Rundfunkstationen und ist Autor einiger Dokumentarfilme für das Fernsehen. 1977 erhielt er den Deutschen Katholischen Journalistenpreis. Kühnhardt studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie in Bonn, Genf, Harvard und Tokio. Promotion 1983 und Habilitation 1986, beides im Fach Politische Wissenschaft an der Universität Bonn. Von 1985 bis 1987 war Kühnhardt wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Drs. h.c. Karl Dietrich Bracher am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Bonn. Von 1987 bis 1989 arbeitete er als Redenschreiber für den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker im Bundespräsidialamt. Von 1991 bis 1997 war Prof. Kühnhardt Ordinarius für Politische Wissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 1994/1995 diente er seiner dortigen Philosophischen Fakultät als Dekan. Er war Gastprofessor an der Universität Jena, an der Universität Kapstadt, am College d'Europe (Brügge), an der Alta Scuola di Economia e Relazioni Internazionali ASERI, der Katholischen Universität Mailand (seit 1997), am Dartmouth College (New Hampshire), an der Diplomatischen Akademie Wien (seit 2002), an der Stanford University, an der Seoul National University, an der Diplomatic Academy of Mediterranean Studies (MEDAC), Malta (seit 2007) und am St. Antony's College Oxford. Als Gastforscher arbeitete er ebenfalls am St Antony's College Oxford, am Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Wien, an der Stanford University und als Public-Policy Scholar am Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington. 2004 wurde ihm der Europäische Wissenschaftspreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen.

Professor Kühnhardt ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politische Wissenschaft und der Görres Gesellschaft, deren wissenschaftlichem Beirat er angehört.  Er ist korrespondierendes Mitglied des Collegium Europaeum Jenense, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Internationale Beziehungen Warschau, Mitglied des Beirats für Europäische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, des wissenschaftlichen Beirats für Europastudien in Asien der Asia-Europe Foundation (Singapur) und des wissenschaftlichen Beirats des West Africa Institute (Praia).

Nach der deutschen Vereinigung war er in der Programmkommission der Christlich Demokratischen Union Deutschlands tätig. 1998 bis 2000 war Kühnhardt Mitglied der europaweit zusammengesetzten Independent Commission for the Comprehensive Review of the Institutions and Procedures of the European Union (ICRI). Von 1998 bis 2003 hat er verschiedene Regierungen von EU-Kandidatenländern in Mittel- und Südosteuropa beraten. Von 2002 bis 2005 hat er die wissenschaftliche Entwicklung des Bulgarian-Romanian Interuniversity Europe Centre (BRIE) in Rousse (Bulgarien) begleitet.

Publikationen

Neben vielfältigen wissenschaftlichen Aufsätzen, Buchrezensionen und Medienbeiträgen ist Ludger Kühnhardt Autor folgender Bücher:

a) Monographien

  • Global Society and Its Enemies: Liberal Order beyond the Third World War, Cham: Springer, 2017
  • Africa Consensus: New Interests, Initiatives and Partners, Washington D.C./Baltimore, 2014
  • Europa: Innere Verfassung und Wende zur Welt. Standortbestimmung der Europäischen Union, Baden-Baden, 2010
  • Region-Building, Vol. I: The Global Proliferation of Regional Integration, Oxford/New York 2010
  • European Union – The Second Founding. The Changing Rationale of European Integration, Baden-Baden 2008 (2. erweiterte Auflage 2010)
  • Erweiterung und Vertiefung. Die Europäische Union im Neubeginn, Baden-Baden 2005
  • Constituting Europe. Identity, institution-building and the search for a global role, Baden-Baden 2003
  • Contrasting Transatlantic Interpretations. The EU and the US Towards a Common Global Role, Stockholm 2003
  • Die Europäische Union - Fragen zur Erweiterung, Berlin 2001 (3. Auflage 2003)
  • Atlantik-Brücke. Fünfzig Jahre deutsch-amerikanische Partnerschaft, Berlin 2002
  • Von Deutschland nach Europa. Geistiger Zusammenhalt und außenpolitischer Kontext, Baden-Baden 2000
  • Zukunftsdenker. Bewährte Ideen politischer Ordnung für das dritte Jahrtausend, Baden-Baden 1999
  • Beyond divisions and after. Essays on democracy, the Germans and Europe, Frankfurt/New York 1996
  • Von der ewigen Suche nach Frieden. Immanuel Kants Vision und Europas Wirklichkeit, Bonn 1996
  • Mitten im Umbruch. Historisch-politische Annäherungen an Zeitfragen, Bonn 1995
  • Jeder für sich und alle gegen alle. Zustand und Zukunft des Gemeinsinns, Freiburg 1994
  • Revolutionszeiten. Das Umbruchjahr 1989 im geschichtlichen Zusammenhang, München 1994 (türkische Ausgabe 2002)
  • Ideals and Interests in Recent German Foreign Policy, Washington D.C. 1993 (German Historical Institute)
  • Europäische Union und föderale Idee. Europapolitik in der Umbruchzeit, München 1993
  • Stufen der Souveränität. Staatsverständnis und Selbstbestimmung in der "Dritten Welt", Bonn-Berlin 1992
  • Wege in die Demokratie. Beiträge aus der Politischen Wissenschaft, Jena/Erlangen 1992
  • Die Universalität der Menschenrechte. Studie zur ideengeschichtlichen Bestimmung eines politischen Schlüsselbegriffs, München 1987
  • Die Flüchtlingsfrage als Weltordnungsproblem. Massenzwangswanderungen in Geschichte und Politik, Wien 1984
  • The land of 500.000 villages, Trichur (Indien) 1982
  • Kinder des Wohlstands. Auf der Suche nach dem verlorenen Sinn, München 1981
  • Die deutschen Parteien und die Entwicklungspolitik, Hannover 1980
  • Christliche Soziallehre konkret, München 1977

b) Mitautor , Herausgeber und Mitherausgeber

  • (mit Christian Koenig) Governance and Regulation in the European Union. A Reader, Baden-Baden: Nomos, 2017
  • (mit Tilman Mayer) Bonner Enzyklopädie der Globalität, Wiesbaden: Springer VS, 2017
  • Region-Building, Vol. II: Regional Integration in the World: Documents, Oxford/New York 2010
  • The Reunification of Europe. Anti-Totalitarian Courage and Political Renewal, Brüssel 2009
  • Crises in European Integration. Challenges and Responses, 1945-2005, Oxford/New York 2009 (Taschenbuchausgabe 2011)
  • (mit Michael Gehler, Günther Bischof und Rolf Steininger), Towards a European Constitution. A Historical and Political Comparison with the United States, Wien/Köln/Weimar 2005
  • (mit Marcus Höreth und Cordula Janowski), Die Europäische Verfassung. Analyse und Bewertung ihrer Strukturentscheidungen, Baden-Baden 2005
  • (mit Mamoru Takayama) Menschenrechte, Kulturen und Gewalt. Ansätze einer interkulturellen Ethik, Baden-Baden 2005
  • (mit Hüseyin Bagci and Jackson Janes) Parameters of Partnership: Turkey, Europe and the United States, Baden-Baden 1999
  • (mit Michael Rutz) Die Wiederentdeckung Europas. Ein Gang durch Geschichte und Gegenwart. Stuttgart 1999
  • (mit Alexander Tschubarjan) Rußland und Deutschland auf dem Weg zum antitotalitären Konsens, Baden-Baden 1999 (russische Ausgabe 2000)
  • (mit Dario Valcárcel) Spanien und Deutschland als EU-Partner, Baden-Baden 1999 (spanische Ausgabe 2000)
  • (mit Hans-Gert Pöttering) Kontinent Europa. Kern, Übergänge, Grenzen, Zürich 1998 (tschechische Ausgabe 2000)
  • (mit Gerd Leutenecker, Martin Rupps und Frank Waltmann) Die doppelte deutsche Diktaturerfahrung. Drittes Reich und DDR - ein historisch-politikwissenschaftlicher Vergleich, Frankfurt 1994 (2. Auflage 1996)
  • (mit Hans-Gert Pöttering) Weltpartner Europäische Union, Zürich 1994; Europäische Union und föderale Idee, München 1993
  • (mit Hans-Peter Schwarz) Zwölf Nachbarn - ein Europa. Deutschland und die europäische Zukunft aus der Sicht der Diplomaten umliegender Länder, Bonn-Berlin 1991
  • (mit Hans-Gert Pöttering) Europas vereinigte Staaten. Annäherungen an Werte und Ziele, Zürich 1991

Seit 1998 ist Kühnhardt Herausgeber der Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) im Nomos-Verlag Baden-Baden und der ZEI Discussion Paper (Einzelheiten auf der Homepage des ZEI unter http://www.zei.de/)

Persönliches

Ludger Kühnhardt wurde am 4. Juni 1958 in Münster geboren. Er ist römisch-katholisch, verheiratet und Vater von zwei Kindern, Victoria und Stephan.

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