Lebensqualität in der Nachbarschaft
Lebensqualität in der Nachbarschaft
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Lebensqualität in der Nachbarschaft

Lebensqualität in der Nachbarschaft

Forschungsprojekt der Universität Bonn zum Wandel der Kölner Stadtviertel Deutz und Mülheim durch wiederholte Befragung ausgewählter Anwohnerinnen und Anwohner.

Wer wird worüber befragt?

Um den Wandel der Stadtteile in Deutz und Mülheim zu erfassen, werden die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner zu ihrem Leben in dem jeweiligen Stadtteil befragt. Es geht unter anderem um ihre Zufriedenheit mit dem Viertel und ihrer Nachbarschaft, ihre Assoziationen mit ihrem Wohnviertel, ihre Gründe für ihren Einzug und ihren Lebensstil.

Weil es zu aufwändig (und zu teuer) wäre, alle Bewohnerinnen und Bewohner der ausgewählten Nachbarschaften zu interviewen, wurden im Jahr 2010 rund 1000 Wohnungen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und eine erwachsene Person, die dort lebt, befragt. Diese Wohnung wurde in jeder Befragungswelle, also alle paar Jahre, erneut aufgesucht. Dieses Vorgehen einer wiederholten Befragung derselben Einheit - hier der Wohnung - bezeichnet man als Panelstudie.

Befragt werden bei den verschiedenen Befragungswellen die aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner derselben Wohnungen. Wenn eine bisher befragte Person in der Zwischenzeit ausgezogen ist, wird ihre Nachmieterin oder ihr Nachmieter befragt. Wenn Sie in einer dieser 1000 Wohnungen leben, werden Sie von uns per Post angeschrieben und um Ihre Teilnahme gebeten. Zusätzlich nehmen im Jahr 2022 etwa 1000 weitere Wohnungen in Köln und Mülheim neu in die Befragung auf.

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© pexels
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Jan Üblacker

Warum sollte ich mitmachen?

Forschung beeinflusst unser aller Alltag. Ob Wahlprognose, repräsentative Studie zu Konsum- oder Mediennutzungsverhalten, ökonomische oder ökologische Analysen: Viele Entscheidungen wirtschaftlicher, politischer und privater Natur stützen sich auf ebendiese Forschungsergebnisse.

Die konkrete Studie kann dazu beitragen, Veränderungsprozesse in Stadtvierteln besser zu verstehen und die Bedürfnisse verschiedener Gruppen (Seniorinnen und Senioren, Studierende, Familien, Menschen mit geringem Einkommen…) bei der Stadtplanung zu berücksichtigen. Es ist wichtig, dass genau diejenigen, die ausgewählt wurden, an der Befragung teilnehmen, damit die Entwicklung der Wohnungen und des Viertels über einen langen Zeitraum erforscht werden können.

Was sind die Ziele des Forschungsprojekts?

Das Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn erforscht seit mehr als einem Jahrzehnt den Wandel der Kölner Stadtviertel Deutz und Mülheim. Nach vier vorangegangenen Befragungswellen zwischen 2010 und 2015 startete Anfang 2022 die fünfte Welle unter dem Projekttitel „Die Analyse von Veränderungen in der Nachbarschaft mit Hilfe eines Wohnungspanels in zwei Kölner Wohngebieten“. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Das Projekt zielt darauf ab, die Veränderungen in den Nachbarschaften in Köln-Deutz und Köln-Mülheim zu verstehen. Dabei werden nicht nur die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit der Wohnung, der Nachbarschaft und dem Viertel erfragt, sondern auch die Geschäfts- und Baulandschaft ebenso wie Brennpunkte in den Blick genommen.

Ein wichtiges Ziel ist zu begreifen, wie hoch Anwohnerinnen und Anwohner ihre Lebensqualität einschätzen und was ihnen an ihrem Leben in dem Viertel zusagt sowie was sie stört. Mit den Ergebnissen können Stadtentwicklungsprozesse in Deutz und Mülheim, aber auch in Vierteln anderer Städte beschrieben, begleitet und verbessert werden.

Ein Beispiel für eine Veröffentlichung aus dem Forschungsprojekt finden Sie hier.

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© Jan Üblacker

Wie läuft ein Interview ab?

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© pixabay

Zunächst erhalten Sie von uns ein Anschreiben mit der Bitte um Teilnahme und Erläuterungen zum Projekt und zum Schutz Ihrer Daten. Im Zeitraum Juni/Juli 2022 wird ein von uns geschulter Interviewer bzw. eine Interviewerin Sie aufsuchen und entweder direkt das Interview mit Ihnen durchführen, oder einen Termin vereinbaren, an dem Sie Zeit haben.

Das Interview dauert ca. 30 bis 45 Minuten. Der Interviewer oder die Interviewerin stellt Ihnen Fragen dazu, was Ihnen an Ihrem Wohnviertel gefällt und was nicht und welche Veränderungen Sie festgestellt haben. Außerdem geht es darum, wie Ihre Wohnung ausgestattet ist, und es werden einige Fragen zu Ihnen selbst gestellt, z.B. ob Sie einem Beruf nachgehen. Der Interviewer bzw. die Interviewerin notiert Ihre Antworten, die anschließend in eine Datenbank aufgenommen und zu Forschungszwecken ausgewertet werden. Die Befragung erfolgt vollkommen anonym: Ihr Name wird an keiner Stelle mit Ihren Antworten in Verbindung gebracht und es werden keine einzelnen, Ihnen persönlich zuordenbaren Antworten veröffentlicht.


Kontakt

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Prof. Dr. Jörg Blasius

+49 (228) 73 - 84 21

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Dr. Alice Barth

0228 / 73 6728

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Rebekka Atakan

M.A.

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Manuela Schmidt

M.A.

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